DJK Nüdlingen - Herren I 22:30 (12:12)
Weiße Weihnacht für die Herren I – die Mannschaft überwintert nach dem Sieg in Nüdlingen verlustpunktfrei auf dem ersten Tabellenplatz.
Viel mehr Positives lässt sich leider nach diesem Spiel nicht vermelden. Die HSG konnte ihrer Favoritenrolle zu keiner Zeit gerecht werden und tat sich gegen aufopferungsvolle Nüdlinger lange Zeit schwer. Erst der konditionelle Einbruch der personell dünner besetzten Gastgeber gab den Ausschlag zugunsten der Volkacher.
Von Beginn an tat sich die HSG mit der Manndeckung gegen Spielmacher Thorsten Klinger schwer. Statt die Abwehr durch schnelle Pässe auseinanderzureißen und die sich bietenden Lücken zu nutzen, wurde der Ball meist einfach nur ohne Druck quer gespielt. Auch ein schnelles Spiel nach vorne fand zu selten statt. Zudem haperte es leider wieder einmal an der Chancenverwertung. Immerhin stand die Abwehr recht sicher und so konnte Volkach sich zwischenzeitlich auf drei Tore absetzen. Dieser Vorsprung hielt jedoch nicht lange vor und Nüdlingen schaffte es, bis zum Pausenpfiff wieder auszugleichen. Mit 12:12 ging es in die Kabine.
Wer jetzt auf eine Leistungssteigerung seitens der HSG gehofft hatte, wurde enttäuscht. Ganz im Gegenteil: auch zu Beginn der zweiten Hälfte konnte die Mannschaft ihr Potential nicht abrufen und geriet zwischenzeitlich sogar in Rückstand. Ab der 45. Minute schwanden jedoch bei den Hausherren langsam die Kräfte. Jetzt spielte Volkach plötzlich sicherer und schneller nach vorne. So konnte die Mannschaft sich in der verbleibenden Zeit eine deutliche Führung herauswerfen. Am Ende hieß es 30:22 für die HSG, die damit ohne Minuspunkte auf dem ersten Platz überwintert.
Es spielten: Johannes Vietz, Sebastian Gürsching (beide Tor), Taylor Vollhals 10/1, Dominik Zimmer 6, Thorsten Klinger 3/2, Wolfgang Hornich 2, Christian Vogel 2, Michael Kimmel 2, Sebastian Seitzer 1, Jens Fieseler 1, Sebastian Kimmel 1, Sebastian Götz 1, Christian Liebenstein 1, Moritz Hartmann
Bericht aus der Mainpost Bad Kissingen:
Gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter hielten die Gastgeber nicht nur gut mit, ja bis zur 43. Minute lagen die Schlossberger gar mit 17:16 vorne. Erfolgsrezept war unter anderem, dass der Volkacher Spielmacher von der ersten Sekunde an Mann gedeckt wurde. Allerdings durfte die DJK an der Überraschung nur schnuppern, denn nach hinten raus fehlte der DJK die Luft. „Meine Mannschaft ist eine kleine Wundertüte“, so Trainer Dietmar Piechulek, der noch vor einer Woche zwei Spieler von der Liste nehmen musste. Diesmal hatte er wegen verschiedener Ausfälle wieder eine dünne Personaldecke. Der Knackpunkt für Nüdlingen war das 18:22 innerhalb weniger Minuten. „Danach haben wir die Köpfe hängen lassen“, so der Trainer, dessen Team unter normalen Umständen sicherlich mehr geleistet hätte. „So reicht es halt nur für 45 Minuten“.
